Bürgerhäuser für ortsansässige Vereine: SPD will günstigere Tarife

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Die SPD in den Mainzer Stadtteilen Finthen, Hechtsheim, Lerchenberg und Weisenau bekräftigt den Anspruch auf verringerte Tarife, die Vereine für die Nutzung der Bürgerhäuser zu zahlen haben. Diese Forderung hatte die Mainzer SPD auf ihrem jüngsten Parteitag mit großer Mehrheit beschlossen. Danach soll im Doppelhaushalt dafür gesorgt werden, dass die Bürgerhäuser in den kommenden zwei Jahren für die Vereine und die freie Kulturszene bezahlbar sein sollen. Die SPD-Vorsitzenden in den vier Stadtteilen unterstreichen jetzt diese Bitte an die Stadtverwaltung und die Mainzer Bürgerhäuser GmbH.

Die Mietpreise sind zu hoch, wenn ortsansässige Vereine zu Veranstaltungen einladen, bei denen sie keine Einnahmen erzielen. Dies gilt trotz des Rabatts, der den Vereinen bereits jetzt eingeräumt wird und trotz der in bestimmten Fällen ggf. möglichen Zuschüsse durch den Förderverein. Auch nach diesen beiden Erleichterungen haben die Tarife noch eine Höhe, die viele Vereine nicht bewältigen können, insbesondere bei einer kontinuierlichen Nutzung. Zudem gestalten sich Rabattierung und Förderung aus Sicht vieler Verantwortlicher in den Vereinen komplex. Sie wünschen sich einfachere Buchungsmöglichkeiten und eine transparentere Preisgestaltung. Die Vereine meiden ansonsten die Bürgerhäuser, wenn es um Mitgliederversammlungen, Informationsveranstaltungen oder Trainingsstunden geht.

Die Bürgerhäuser wurden und werden aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 von Bund und Land, ergänzt durch kommunale Mittel, saniert, beziehungsweise neu gebaut und in die Mainzer Bürgerhäuser GmbH überführt. Die Bürgerhäuser sind sehr schön geworden, barrierefrei und technisch modern ausgestattet. Durch eine kommerzielle Nutzung von Externen und durch Mieteinnahmen von Vereinsnutzungen sollen Einnahmen generiert werden, um die Bürgerhäuser dauerhaft instand zu halten und nicht in einigen Jahren wieder vor der Situation zu stehen, marode Bürgerhäuser zu haben. Trotzdem ist der wichtigste Zweck der Bürgerhäuser, Begegnungsstätte im Stadtteil zu sein und Vereinen die Möglichkeit zum Tagen, Feiern und für Veranstaltungen zu bieten. Dies unterstreichen auch Manfred Mahle, Tatiana Muñoz, Sissi Westrich und Ralf Kehrein, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher aus Finthen, Hechtsheim, Lerchenberg und Weisenau. Sie sehen ebenfalls die Notwendigkeit, weiter Barrieren für die – zukünftige – Nutzung für die Vereine und Initiativen abzubauen.

Vielen Vereinen fällt es schwer, wieder an ihre Aktivitäten vor der Pandemie anzuknüpfen, berichten die SPD-Vorsitzenden aus Ihren Stadtteilen. Da die Vereine die Basis des sozialen Lebens in den Stadtteilen sind, appellieren die SPD Vorsitzenden, hier gegenzusteuern. Es gilt Anreize zu setzen und Möglichkeiten zu eröffnen, um den Vereinen die Nutzung der Bürgerhäuser zu ermöglichen, auch wenn die Vereinsbudgets durch die geringeren Mitgliederzahlen nur noch reduziert zur Verfügung stehen bzw. die Pandemie auch weiterhin Einschränkungen der Vereinsarbeit mit sich bringen kann. Die Vereine sollten zunächst für zwei Jahre unterstützt werden, indem sie die Möglichkeit zur Nutzung der Bürgerhäuser und bürgerhausähnlicher Einrichtungen zu deutlich reduzierten Preisen mieten können bis hin zu kostenfreien Nutzungsangeboten in Zeiten, an denen die Bürgerhäuser ansonsten nicht so stark nachgefragt sind.

Für die SPD in
Finthen: Yasmine Koch und Marco Geraci
Hechtsheim: Tobias Heger
Lerchenberg: Heike Hörig und Alper Kömür
Weisenau: Alexander Quis